Neubau Schulmensa in Dassendorf - Fertigstellung 2017

Neubau Schulmensa in Dassendorf - Fertigstellung 2017

 

Erweiterungsneubau der Alfried-Otto-Grundschule Dassendorf um Multifunktionale Bildungsräume samt Mensa


Ort

Bornweg 18

21521 Dassendorf

 

Planungsbeginn

2014

Baubeginn

09/2016

Fertigstellung

12/2017

Bauherr

Schulverband Dassendorf Brunstorf Hohenhorn

Tragwerksplanung

Ingenieurbüro Martin Schäper, Schwarzenbek

Planung Gebäudetechnik

wrage herzog + partner INGENIEURE, Mölln  mit
Ingenieurbüro Hornecker GmbH, Lübeck (Elektro)

Garten- und Landschaftsplanung

Landschaftsarchitekten Brien - Wessels – Werning, Lübeck

 

 

BGF

ca. 475m²

NGF

ca. 420m²

BRI

ca. 2.160m³

Tag der Architektur 2018

Führung am Samstag 09.Juni 2018  - 10:00 Uhr

Treffpunkt: 21521 Dassendorf · Bornweg 18

 

Wir freuen uns...

...Ihnen am diesjährigen Tag der Architektur eine Führung durch unser kürzlich fertig gestelltes Gebäude anbieten zu können.

Nährere Information zum vielfältigen weiteren Programm am Tag der Architektur 2018 erhalten Sie auf der Internetseite der Architekten- und Ingenierukammer Schleswig-Holstein.

 

Projektbeschreibung

Zum ersten Mal in ihrer Geschichte haben die drei Gemeinden des Schulverbandes mit diesem Gebäude einen gemeinsamen Neubau realisiert. Neben der Nutzung durch die Offene Ganztagsschule sind die Räume für die örtlichen Vereine, die Volkshochschule und für außerschulische Veranstaltungen multifunktional nutzbar.

Der Neubau wurde auf Initiative des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) mit Mitteln der europäischen Union gefördert.

Das Gebäude beinhaltet eine Mensa mit Speisesaal und Küchenräumen für ca.120 Kinder sowie zwei kleinere und einen größeren Betreuungsraum, Koordinatorenbüro und die entsprechenden Sanitär- und Nebenräume.
Um eine möglichst große Nutzungsflexibilität bieten zu können sind zwischen Speisesaal und großem Betreuungsraum und auch zwischen den beiden kleinen Betreuungsräumen mobile Trennwände angeordnet, die sich bei Bedarf auf voller Breite öffnen lassen.

Die Grundschule wurde Ende der 1950er Jahre errichtet und seither in mehreren Abschnitten durch Anbau von gleichartigen Klassenraumtrakten erweitert.
Der nun fertiggestellte Mensaneubau schließt am nordwestlichen Ende des Schulgebäudes an und fasst die nördliche Freifläche vor dem Schul-Haupteingang nach Westen ein.  Er nimmt die Gebäudeform und Maßstab der eingeschossigen Klassenraumtrakte mit asymmetrischem Satteldach und vorgelagerten Fluren auf, setzt sich durch das Ziegelmauerwerk der Außenwand aber bewusst von den Putzfassaden des übrigen Schulgebäudes ab.

Die Anordnung der Räume ist durch die Baukörper klar ablesbar: Betreuungsräume und Speisesaal befinden sich unter dem höheren Satteldach, die Wirtschaftsräume (Küche, Sozialräume, Sanitärräume) befinden sich nach Westen orientiert in dem niedrigeren Baukörper mit Flachdach.

Das Gebäude ist in massiver Bauweise mit zweischaligem Mauerwerk errichtet. Sowohl Speisesaal und die Räume zur Betreuung öffnen sich über Glasfassaden bzw. Fensterflächen zur zentralen Freifläche vor dem Schulgebäude.

Die inneren Wand- und Giebelflächen sowie Stützen und Unterzüge im Speisesaal sind in Sichtbeton ausgeführt; für die Flurwände wurde widerstandsfähiges Ziegel-Sichtmauerwerk gewählt.

Das Satteldach weist zwei Konstruktionsweisen auf: Im Bereich der Betreuungsräume mit abgehängten Akustikdecken ist der Dachstuhl in konventioneller Bauweise errichtet ist, wurden beim Speisesaal über die gesamte Raumbreite spannende Brettsperrholz-Kastenelemente eingesetzt, welche werkseitig von der Unterseite werkseitig mit Brandschutz- und Akustiklagen ausgerüstet sind.

Zur natürlichen Belüftung und zur Unterstützung der Nachtauskühlung für den Hitzeschutz ist das Gebäude mit einer automatischen Fensterlüftungsanlage ausgerüstet. Die Betriebsenergie der Gebäudetechnik wird zum Teil durch eine Photovoltaikanlage gedeckt.

Durch den Neubau wurde eine Überarbeitung der Freiflächen, insbesondere der vorhandenen Fußwegverläufe auf dem Grundstück erforderlich, so dass die Neugestaltung der Außenanlagen über die unmittelbar angrenzenden Flächen hinaus auch die der Freifläche vor dem Haupteingang des Schulgebäudes mit einbezieht.